Saurer Regen

Was ist „saurer Regen“ und wie entsteht er?

Saurer Regen

Saurer Regen

Saurer Regen entsteht, wenn Fabriken, Heizanlagen und Kraftwerke mit Erdgas, Erdöl oder Kohle betrieben werden. Dann stoßen sie Giftstoffe wie Schwefeldioxide (SO²) und Stickoxide (NO und NO²) aus. Diese und andere Stoffe geraten in die höheren Luftschichten und verbinden sich mit den Wassertröpfchen der Wolken, welche als Regen auf die Erde fallen. Durch ihre Verbindung mit dem Wasserdampf entstehen verdünnte Säuren (zum Beispiel Schwefelsäure und Salpetersäure). Auch beim Autofahren entstehen trotz Katalysatoren noch Stickoxide, die in die Luft geraten. Und zudem entsteht beim Verbrennen unseres Mülls (zum Beispiel PVC) auch noch Chlorwasserstoff, welcher sich in Verbindung mit den anderen genannten Säuren im Wolkennebel zu Salzsäure verwandelt. „Saurer Regen“ nennt man ihn wegen des niedrigen PH-Wertes – durch die Säuren ist er mit etwa „4“ beinahe so sauer, wie Essig. Normaler Regen hat dazu im Vergleich einen PH-Wert von ungefähr „5,5“.

Wie schädlich ist saurer Regen für unsere Natur?

Dieser mit giftigen Säuren versetzte Regen schädigt Flüsse, Seen und Pflanzen. Die Bäume unserer Wälder werden regelrecht verätzt, was man an ihren Blättern und Wurzeln erkennen kann. Vor allem sind auch Nadelbäume wie die Tanne betroffen. Daneben werden durch die Säuren im Boden Schwermetalle gelöst, die unter anderem auch das Grundwasser vergiften können. Dies ist einer der Hauptursachen für das sogenannte „Waldsterben“. Auch die Tierwelt ist aber bedroht, denn in Flüssen und Seen, in denen sich der „saure Regen“ sammelt, werden so sauer, dass Fische und andere Tiere darin verenden. Und Tiere, die auf Pflanzen als Nahrungsquelle angewiesen sind, können sich an den Pflanzen vergiften. Denn das im Boden gelöste Schwermetall gerät über die Pflanzen in ihren Körper.

Wo wirkt sich saurer Regen noch negativ aus?

Neben den Belastungen für die Natur zerstört der saure Regen auch Fassaden von Bauwerken. Dies betrifft besonders alte Gebäude. Stein, vor allem kalkhaltiger Stein wie zum Beispiel Sandstein, löst sich an – die Gebäude fangen an zu bröseln bis hin, dass ganze Gebäudeteile in sich instabil werden können. Dies geschieht dort, wo durch Bruchstücke und Risse in der Fassade Wasser eindringen und das Mauerwerk zersetzen kann.

Was kann man gegen den sauren Regen tun?

Die einzige echte Hilfe, um den Sauren Regen zu verhindern, ist der Einsatz von Filtersystemen in Fabriken und die Verpflichtung der Autoindustrie, Katalysatoren in jedes Auto einzubauen, bzw. auch in älteren Modellen sogar nachzurüsten.

Aber natürlich hilft es auch, Energie sinnvoll und sparsam einzusetzen, um überhaupt weniger Giftstoffe in die Luft zu wirbeln. Auch durch die Stilllegung von Kraftwerken, die mit fossilen Energien Strom produzieren und ihren Ersatz mit Anlagen, welche Strom aus natürlichen und regenerierbaren Energiequellen produzieren wie Solaranlagen und Windkraftwerke kann man viel zur Verhinderung des sauren Regen beitragen.

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