Korund

Der Korund ist nach dem Diamant das zweithärteste Mineral natürlichen Ursprungs und gehört zur Mineralklassifizierung der Oxide. Je nach Verunreinigungsgrad ist der Korund in seiner Färbung variabel. Besonders bekannte und begehrte Korunde sind der kräftig rote Rubin und der blau schimmernde Saphir. Jedoch gibt es auch farblose Varianten sowie Korunde in Braun, Grün, Grau, Gelb, Rosé und Violett.

Korund

Korund

Die variable Färbung des Korundes hat ihren Ursprung in der jeweiligen Verunreinigung des Minerals. Verbindet sich zum Beispiel das farblose Aluminiumoxid mit Chrom, entsteht ein rötlicher Korund; der Rubin. Gleiches gilt für den blauen Saphir; hier sind es Eisen und Titan, die sich mit dem Mineral verbinden. Jedoch werden die andersfarbigen Korunde ebenfalls Saphire genannt.

Der Korund ist enorm hart und hitzebeständig, sodass er als Rohstoff hohen Wert zur Weiterverarbeitung bietet.

Der Korund wird häufig in direkter Nachbarschaft zu den Mineralien Spinell und Magneteisen gefunden. Die natürlichen Fundorte sind oft Gesteinsschichten wie Granit, Pegmatiten, Gneis oder Marmor. Der als verwitterungsbeständig geltende Korund wurde jedoch auch schon in Flüssen, u.a. in Sri Lanka und in Burma gefunden.

Ende des 19. Jahrhunderts ist es Wissenschaftlern gelungen, den Korund synthetisch herzustellen. Seither ist es möglich, künstliche Rubine und andere Korunde zu produzieren. Bei der Werkzeugherstellung wird gerne auf den abriebfesten Korund zurückgegriffen. Hier dient er als Schleif-, Trenn- sowie Strahlmittel und wird darüber hinaus auch zur Erhöhung der Rutschfestigkeit und Härte verschiedenen Betonen und Fliesen beigemengt.

Die Härte und Kratzfestigkeit des Korundes macht ihn auch zu einem beliebten Rohstoff für Schutzgläser wertvoller Uhren oder Display- und Linsenabdeckungen.

Neben diesen Einsatzgebieten ist der Korund nach wie vor ein dekorativer Schmuckstein. Bei der Herstellung von Schmuck wird jedoch fast ausschließlich auf Korunde natürlichen Ursprungs zurückgegriffen, da die synthetisch hergestellten Steine sich nicht für den Schmuckschliff eignen.

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