Aluminiumsorten

Die Aluminiumsorten

Aluminium ist aus der heutigen Wirtschaft und unserem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Produkte aus Aluminium dienen als Einzelteile in der Herstellung komplexerer Güter, aber auch als Grundmaterial für unsere gesellschaftlichen Konsumgüter. So wären Getränkedosen, Trinkflaschen oder auch Leitern ohne Aluminium nur schwer denkbar, da es neben seinen metallischen Eigenschaften vor allem eines im Vergleich zu anderen Metallen ist: leicht.

Aluminiumsorten

Aluminiumsorten

Der Name Aluminium wurde dem lateinischen Alumen entlehnt und bezeichnete lange Zeit das aus Aluminium und Kalium bestehende Doppelsalz Kaliumaluminiumsulfat. Reines Aluminium (Al) gehört zu den chemischen Elementen und ist das dritthäufigste in der Natur vorkommende Element neben Sauerstoff und Silicium und zeitgleich das häufigste Metall der Erdkruste. Da Aluminium sehr reaktionsfreudig ist, kommt es in der Natur nur selten in seiner reinen Form vor, sondern meist mit anderen Elementen gebunden.

Gediegenes Aluminium

Aluminium kommt meist in gediegener Form, als Mineral-Aggregat – das heißt in Vergesellschaftung mit anderen Mineralien, vor. Selten ist sein Vorkommnis als tafelförmiges Element, wobei es hierbei nur rund einen Zentimeter Größe erreicht. Gediegenes Aluminium ist die seltenste Form dieses Leichtmetalls und wurde weltweit nur an 20 verschiedenen Fundorten lokalisiert. Am häufigsten kommt es im Fernen Osten vor, in Europa sind Italien und Russland zu nennen. Gediegenes Aluminium konnte auch auf dem Mond nachgewiesen werden.

Alumosilicate

Im Gegensatz zum gediegenen Aluminium findet sich das weitaus größte Vorkommnis von Aluminium in chemisch gebundener Form und ist als solches Teil von Gneis, Granit und Ton. In der hier vorliegenden Sauerstoff-Kristallstruktur nimmt das Aluminium die Stelle des Siliciums ein.

Aluminiumoxid

Aluminium kann aber auch in Verbindung mit anderen Metalloxiden in kristalliner Form vorkommen, nämlich als Korund, wobei das Aluminiumoxid in dieser Verknüpfung mit über 50 Prozent den größten Anteil besitzt. Allgemein bekannter als Korund sind seine Unterformen als meist farbloser Saphir und rötlicher Rubin. Ähnlich hohe Anteile an Aluminium finden sich in den Kristallen von Akdalit und Diaoyudaoit. In Summe sind etwas mehr als 1150 Minerale bekannt, in denen Aluminium vorkommt.

Aluminiumbauxit

Gediegenes Aluminium, Alumosilicat und Aluminiumoxid haben gemeinsam, dass sie als Basismaterial für die industrielle Verarbeitung wenig taugen. Allein das Bauxit kann wirtschaftlich in Massenproduktion verwendet werden. Bauxit-Vorkommen wurden in Australien, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Guinea, Indien, Jamaika, Les Baux (Frankreich), Russland, Ungarn und den Vereinigten Staaten entdeckt.

Wird das Aluminium direkt aus Bauxit gewonnen, spricht man von Primäraluminium, wird es aus früher erzeugtem Aluminium wiederverwertet, nennt man es Sekundäraluminium. Das wirtschaftliche Bestreben geht dahin, häufiger Sekundäraluminium zu produzieren, da man hierfür nur 5 Prozent der Energie benötigt wie für die Neugewinnung.

Saurer Regen

Was ist „saurer Regen“ und wie entsteht er?

Saurer Regen

Saurer Regen

Saurer Regen entsteht, wenn Fabriken, Heizanlagen und Kraftwerke mit Erdgas, Erdöl oder Kohle betrieben werden. Dann stoßen sie Giftstoffe wie Schwefeldioxide (SO²) und Stickoxide (NO und NO²) aus. Diese und andere Stoffe geraten in die höheren Luftschichten und verbinden sich mit den Wassertröpfchen der Wolken, welche als Regen auf die Erde fallen. Durch ihre Verbindung mit dem Wasserdampf entstehen verdünnte Säuren (zum Beispiel Schwefelsäure und Salpetersäure). Auch beim Autofahren entstehen trotz Katalysatoren noch Stickoxide, die in die Luft geraten. Und zudem entsteht beim Verbrennen unseres Mülls (zum Beispiel PVC) auch noch Chlorwasserstoff, welcher sich in Verbindung mit den anderen genannten Säuren im Wolkennebel zu Salzsäure verwandelt. „Saurer Regen“ nennt man ihn wegen des niedrigen PH-Wertes – durch die Säuren ist er mit etwa „4“ beinahe so sauer, wie Essig. Normaler Regen hat dazu im Vergleich einen PH-Wert von ungefähr „5,5“.

Wie schädlich ist saurer Regen für unsere Natur?

Dieser mit giftigen Säuren versetzte Regen schädigt Flüsse, Seen und Pflanzen. Die Bäume unserer Wälder werden regelrecht verätzt, was man an ihren Blättern und Wurzeln erkennen kann. Vor allem sind auch Nadelbäume wie die Tanne betroffen. Daneben werden durch die Säuren im Boden Schwermetalle gelöst, die unter anderem auch das Grundwasser vergiften können. Dies ist einer der Hauptursachen für das sogenannte „Waldsterben“. Auch die Tierwelt ist aber bedroht, denn in Flüssen und Seen, in denen sich der „saure Regen“ sammelt, werden so sauer, dass Fische und andere Tiere darin verenden. Und Tiere, die auf Pflanzen als Nahrungsquelle angewiesen sind, können sich an den Pflanzen vergiften. Denn das im Boden gelöste Schwermetall gerät über die Pflanzen in ihren Körper.

Wo wirkt sich saurer Regen noch negativ aus?

Neben den Belastungen für die Natur zerstört der saure Regen auch Fassaden von Bauwerken. Dies betrifft besonders alte Gebäude. Stein, vor allem kalkhaltiger Stein wie zum Beispiel Sandstein, löst sich an – die Gebäude fangen an zu bröseln bis hin, dass ganze Gebäudeteile in sich instabil werden können. Dies geschieht dort, wo durch Bruchstücke und Risse in der Fassade Wasser eindringen und das Mauerwerk zersetzen kann.

Was kann man gegen den sauren Regen tun?

Die einzige echte Hilfe, um den Sauren Regen zu verhindern, ist der Einsatz von Filtersystemen in Fabriken und die Verpflichtung der Autoindustrie, Katalysatoren in jedes Auto einzubauen, bzw. auch in älteren Modellen sogar nachzurüsten.

Aber natürlich hilft es auch, Energie sinnvoll und sparsam einzusetzen, um überhaupt weniger Giftstoffe in die Luft zu wirbeln. Auch durch die Stilllegung von Kraftwerken, die mit fossilen Energien Strom produzieren und ihren Ersatz mit Anlagen, welche Strom aus natürlichen und regenerierbaren Energiequellen produzieren wie Solaranlagen und Windkraftwerke kann man viel zur Verhinderung des sauren Regen beitragen.